Begriffe aus der Bauphysik – Seminar „Baubiologie“

 

Abgeschirmtes Kabel
Kabel, dessen Leiter mit einer Umhüllung aus Kupfergeflecht oder Kupfer- bzw. Aluminiumfolie versehen ist. Diese Umhüllung muss nach bestimmten Regeln sorgfältig geerdet werden; dafür ist i.d.R. ein blanker Beidraht vorhanden, der in direktem Kontakt mit der Umhüllung steht. Durch die Abschirmung wird die Emission von elektrischen Feldern unterdrückt. Magnetische Felder werden durch die Abschirmung nicht verringert

Aldehyd
Leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe wie z.B. Formaldehyd, Acetaldehyd, Hexanal; Vorkommen in Holzwerkstoffen (Formaldehyd); als Abbauprodukt von Naturölen in Linoleum oder Farben und Lacken (Leitkomponente: Meist Hexanal); Aldehyde sind häufig geruchsintensive und z.T. schleimhautreizende Substanzen; gesundheitliche Auswirkungen können Augen- und Atemwegsreizungen, Husten, Kopfschmerzen, (bei Geruchsbelästigung) Benommenheit sein

Baubiologische Richtwerte
Baubiologische Richtwerte sind Vorsorgewerte. Sie beziehen sich auf Schlafbereiche, die besonders empfindliche Regenerationszeit des Menschen und das damit verbundene Langzeitrisiko. Sie basieren auf dem aktuellen baubiologischen Erfahrungs- und Wissensstand und orientieren sich am Erreichbaren

Baufeuchte:
bezeichnet man beim Bau in die Bausubstanz eingebrachtes Wasser. Baufeuchte wird in der Bauphase zum Beispiel mit notwendiger nasser Verarbeitung der Baumaterialien oder  infolge noch fehlenden Wetterschutzes durch Niederschläge eingebracht

BImSCHV
Bundesimmissionsschutzverordnung

Dampfsperre: 
Wasserdampfundurchläßige Schicht als Schutz gegen Tauwasser in Bauteilen, meist in Form von Folien.

Elektrosmog
Umgangssprachlicher Sammelbegriff für künstlich erzeugte elektrische und magnetische Felder und Wellen. Verwendung des Begriffs erfolgt insbesondere im Hinblick auf deren Gesundheitsschädlichkeit

Energieeinsparverordnung (EnEV):
ist ein Teil des deutschen Wirtschaftsverwaltungsrechtes. In ihr werden vom Verordnungsgeber auf der rechtlichen Grundlage der Ermächtigung durch das Energieeinsparungsgesetz

Energieausweis: 
liefert für Käufer und Mieter von Gebäuden vergleichbare Daten über deren Energiebedarf. Einzelheiten regelt eine Allgemeine Verwaltungsvorschrift.

K – Wert
U – Wert, Wärmedurchgangskoeffizient – berechnet sich über den reziproken Wert der Summe aus den Wärmeübergangs – und Wärmedurchlaßwiderständen. Der sog. k – Wert bezeichnet die Größe des Wärmestroms, der über eine Fläche von 1 m² vom Innenraum durch ein Bauteil nach außen fließt, wenn die Temperaturdifferenz zw. innen und außen 1 K beträgt.

Diffusionsoffen:
Atmende Baustoffe sind diffusionsoffene Baustoffe, die Luft – und dampfdurchlässig sind. Sie nehmen Feuchte auf und geben sie später wieder ab. Diffusionsoffene Baustoffe bieten damit einen guten Feuchtigkeitsausgleich und sorgen für ein gutes und angenehmes Raumklima.

Linoleum:
Ist ein zeitloses, modernes Naturprodukt. Als Bodenbelag sehr strapazierfähig, pflege-leicht und langlebig.

Phasenverschiebung:
In der Bautechnik wird mit Phasenverschiebung der Zeitraum zwischen dem Auftreten der höchsten Temperatur auf der Außenoberfläche eines Bauteils bis zum Erreichen der höchsten Temperatur auf dessen Innenfläche bezeichnet, obwohl keine sinusförmige Funktion vorliegt.

Schellack: 
Ausscheidungsprodukt einer Schildlausart, die in Indien vorkommt.

Wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke:
ist ein in der Bauphysik gebräuchliches Maß für den Widerstand, den eine Bauteilschicht der Wasserdampfdiffusion entgegensetzt

Wärmebrücken:
Teil der Gebäudehülle, in deren Bereich der ansonsten senkrecht (normal) zum Bauteil auftretende Wärmestrom verändert wird durch:
a) eine volle oder teilweise Durchdringung der Gebäudehülle durch Baustoffe unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit,
b) einen Wechsel in der Dicke der Bauteile,
c) eine unterschiedliche Differenz zwischen der Wärmeübertragenden Innen- und Außenfläche, wie beispielsweise bei Wand-, Fußboden- oder Deckenanschlüssen.

Wärmeleitfähigkeit:
Die Wärmeleitfähigkeit λ gibt an, welche Wärmemenge Q innerhalb 1 Stunde bei einer Temperaturdifferenz von 1 Kelvin, durch eine 1m dicke Schicht eines Stoffes, über eine Fläche von 1m² übertragen wird.

Wärmedurchgangskoeffizient:
auch Wärmedämmwert, U – Wert, früher K – Wert

Weichmacher 
Als Weichmacher werden Stoffe bezeichnet, die zu einem Material gegeben werden um dessen Dehnbarkeit, Weichheit und Biegsamkeit für Verarbeitung und Gebrauch zu verbessern. Dabei gehen Weichmacher aber keine chemische Reaktion mit dem Material ein, sondern verändern es nur physikalisch.
Phthalsäureester (Phthalate) werden Kunststoffen als Weichmacher in hohen Mengen (meist über 10 %) zugesetzt. Sie gehören deshalb zu den Stoffen, die in relativ hohen Konzentrationen in den meisten Umweltmedien und insbesondere auch in Lebensmitteln zu finden sind. In Innenräumen findet man Weichmacher wegen ihrer geringen Flüchtigkeit weniger in der Raumluft als vielmehr im Staubniederschlag und auf Flächen. Potenzielle Emissionsquellen für Phthalsäureester in Innenräumen sind Wandbeläge, Wandfarben, Bodenbeläge und elektronische Geräte. Bauprodukte für Wand und Boden können wegen des erheblichen Anteils der Oberfläche in einem Raum eine relevante Quelle für Phthalsäureester sein. Das in Wand- und Bodenbelägen vorzugsweise eingesetzte PVC kann z. B. einen Phthalsäureester-Anteil von mehr als 30 % enthalten. Bis Ende der 1990er-Jahre handelte es sich hauptsächlich um Di-n-butyl-phthalat (DBP), Di-iso-butyl-phthalat (DiBP) und Di-2-ethylhexyl-phthalat (DEHP). Heute kommt bevorzugt Di-iso-nonyl¬phthalat (DINP) zum Einsatz. Die ebenfalls als Weichmacher verwendeten Disäureester wie z. B. Adipate wurden bisher selten in Innenräumen nachgewiesen.
Phthalsäureester stehen im Verdacht, das Phänomen der „Schwarzen Wohnungen“ („Fogging“-Phänomen) zu begünstigen

 

Von Wilfried Damböck , Seminare für Baubiologie und Rutengehen, sowie Elektrosmog im Seminarzentrum HERTZ in Eggenfelden

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